Stellungnahme zur BUND-Stichprobe Hähnchenfleisch

Januar 09, 2012 Von: Wiesenhof Kategorie: Aktuelle Pressemitteilung 6 Kommentare →

09.01.2012. [Aktualisiert] Der Bund für Umwelt- und Naturschutz e.V. (BUND) hat bei seiner jetzt veröffentlichten Analyse von Fleischproben in 20 Hähnchenfleischproben zweimal MRSA- und zehnmal ESBL-produzierende Keime gefunden. Bei den acht aus unserem Haus stammenden Proben wurde keinmal MRSA und dreimal ESBL gefunden. Fünf der acht Proben waren frei von beiden Keimarten. Die Übertragungswege von ESBL-tragenden Keimen sind zurzeit wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht. Gerade aus diesem Grund beschäftigt sich die PHW-Gruppe intensiv mit dieser Thematik und hat bereits seit längerem ein ESBL-Monitoring-Programm installiert.

Der prophylaktische, also vorbeugende Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamenten ist bei der Aufzucht von Wiesenhof Geflügel strikt untersagt. Wiesenhof verzichtet bereits seit 1997 auf antibiotische Leistungsförderer – lange bevor der Gesetzgeber diese Praxis verboten hat. Medikamente wie Antibiotika dürfen nur eingesetzt werden, wenn ein Tierarzt den Einsatz nach tierärztlicher Indikation verschreibt. Der Tierhalter ist nach dem Tierschutzgesetz verpflichtet, Leiden und Schmerzen zu verhindern. Dies beinhaltet, dass bei nachgewiesenen bakteriellen Infektionen Tiere behandelt werden müssen, um unnötiges Leiden zu vermeiden. Dabei wird jedoch darauf geachtet, dass nur die Menge an Arzneimittel eingesetzt wird, die notwendig ist, um das Behandlungsziel zu erreichen. So wird ein streng restriktiver Einsatz von Antibiotika gewährleistet. Grundlage hierfür sind die Leitlinien für den sorgfältigen Umgang mit den antimikrobiell wirksamen Tierarzneimitteln der Bundestierärztekammer und der Arbeitsgruppe Tierarzneimittel der Länderarbeitsgemeinschaft leitender Veterinär Beamten (Pdf Antibiotika Leitlinien). Somit gewährleisten wir, dass nur rückstandsfreie Geflügelprodukte in den Handel kommen. (weiterlesen …)

BfR: Salmonellenbekämpfung greift beim Geflügel

Dezember 27, 2011 Von: Wiesenhof Kategorie: Aktuelle Pressemitteilung Noch keine Kommentare →

27.12.2011 Salmonellen gehören zu den weit verbreiteten Bakterien auf Lebensmitteln, die Magen-Darm-Infektionen beim Menschen auslösen können. Die nun veröffentlichte Auswertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von 10.000 untersuchten Geflügelherden in Deutschland zeigt: Immer weniger Geflügel ist mit Salmonellen kontaminiert. Im Jahr 2010 wurden bei Masthähnchen lediglich bei 10 von 4.354 Herden (0,2 Prozent) bekämpfungsrelevante Salmonellen nach EU-Verordnung nachgewiesen. Im Vorjahr lag die Rate noch bei 0,4 Prozent. Bei Puten, die 2010 erstmalig in die Auswertung einbezogen wurden, ermittelten die Behörde bekämpfungsrelevante Salmonellen in 0,6 Prozent der untersuchten Bestände. Damit setzt sich die positive Tendenz fort, die sich bereits in den Vorjahren abzeichnete. Bei Wiesenhof gelten zur Vorbeugung von Salmonellen besonders strenge Kontrollmechanismen in allen Produktionsstufen. Das fängt bei der Futterherstellung an, geht über die Elterntierfarm, Brüterei bis zur Aufzucht des Geflügels und Auslieferung an den Lebensmittelhandel.

Salmonellen-Bekämpfung in der Praxis umfasst eine Vielzahl von Bereichen und Kontrollen. Wiesenhof-Experten geben einen Einblick.