Pressebericht

23.11.2021

Bayrische Landwirtschaftsministerin zu Besuch bei WIESENHOF Privathof Landwirt

Bayrische Landwirtschaftsministerin zu Besuch bei WIESENHOF Privathof Landwirt
Bayrische Landwirtschaftsministerin zu Besuch bei WIESENHOF Privathof Landwirt

 

Die Bayrische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sowie Führungskräfte der Aldi-Zentrale aus Mühlheim, waren Mitte November bei WIESENHOF Privathof-Landwirt Günter Schlögl zu Gast. Auf dem Hof der Familie Schlögl werden Hähnchen der Haltungsform 3 aufgezogen. Bei diesem Informationsbesuch mit der Ministerin, den Landwirten und ALDI Süd ging es um einen intensiven Austausch zur Umsetzung eines generellen Ausbaus der Hähnchenhaltung für mehr Tierwohl. Um dies zu realisieren, sind zügig klare rechtliche Rahmen für die Transformation der Landwirtschaft sowie eine solide finanzielle Perspektive für Landwirte notwendig, denn auf den bäuerlichen Betrieben wird sich die Kostenfrage gestellt: Mehr Tierwohl bedeutet hohe Investitionen. Eine Garantie, dass der Verbraucher die höheren Preise im Wettbewerb mit günstigeren Angeboten aus dem Ausland mit niedrigeren Tierschutz-Standards auch bezahlt, kann niemand geben.

Privathof Landwirt fordert langfristige Planungssicherheit und Bürokratieabbau

Der WIESENHOF Privathof Landwirt Günter Schlögl führt seinen landwirtschaftlichen Betrieb schon seit mehreren Jahren nach den Tierwohl-Kriterien der Haltungsstufe 3. Schlögl kennt aber auch die Situation von seinen Berufskollegen und der gesamten Branche: „Wir brauchen Planungssicherheit. Wenn wir in unseren Ställen zur Erfüllung steigender Tierwohlkriterien weniger Tiere mit höherem Aufwand halten, muss sich das auch bezahlt machen, sonst gerät ein ganzer Zweig in Gefahr“, sagt er überzeugt.

Die Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber kam, um sich mit den Fragestellungen und Herausforderungen der Landwirtschaft vor Ort zu beschäftigen. Vor vier Jahren hat der WIESENHOF-Privathof-Landwirt an einen seiner Geflügelställe einen sog. Wintergarten angebaut. Dieser sorgt für zusätzlichen Platz und ermöglicht den Tieren den Zugang mit Frischluft. Günter Schlögl und viele Landwirte der Branche sind dazu bereit, in naher Zukunft noch mehr ins Tierwohl mit Wintergärten oder Auslaufflächen zu investieren. Um diese Anforderung erfüllen zu können, verweist der engagierte Landwirt auf entsprechende Regelungen in der Baubürokratie: „Wenn man heute einen Stall um einen Wintergarten und einen Auslauf vergrößern möchte, muss man einen kompletten neuen Bauantrag stellen. Das bedeutet hohe Kosten, beispielsweise für Gutachten.“ Oft versperre noch das Baugesetzbuch den Weg und es sind dringend Änderungen notwendig. Es sollen bauliche Änderungen im Außenbereich wieder privilegiert werden, wenn sie dem Tierwohl dienen, einschließlich Ersatzbauten und Erweiterungen. Die Genehmigungsverfahren für Tierwohl-Ställe müssen beschleunigt werden. Hierfür wird die Unterstützung der Politik für die Landwirtschaft eingefordert.

Lob und Entgegenkommen der Politik

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bestätigte ihm nach einem Rundgang, dass er einen sehr guten Betrieb führe. Sie ist der Überzeugung, dass sich Investitionen in Tierwohl auszahlen und es sich nicht nur um einen Hype oder einen Trend der Verbraucher handele, sondern dass es ein Umdenken gebe, bei dem die Verbraucher bei Fleisch auf Herkunft, Qualität und eben auf die Tierwohlkriterien achten. Die Politik sei bereit, diesen Weg zu begleiten. Verständnis habe die Landwirtschaftsministerin für die Forderung, dass die Bürokratie bei der Errichtung von Tierwohlständen abgebaut werde müsste: „Da muss sich noch einiges bewegen. Es ist ja auch unser Interesse, dass man den Tierwohlställen nicht auch noch bürokratische Hürden in den Weg legt.“

Ministerin Kaniber lobte am Ende ihres Besuchs insbesondere die Initiative von Mäster Günter Schlögl: „Es ist schon richtig und wichtig, wenn Erzeuger dafür sorgen, dass ihre Argumente gehört und diskutiert werden.“ Dies sei wichtig für die nächsten politischen Schritte, die jetzt getan werden müssen. 

WIESENHOF Privathof Geflügel – „Für Mehr Tierschutz“

Mit dem Privathof-Konzept bietet WIESENHOF Geflügel an, welches bereits seit Januar 2013 mit dem Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes „Für Mehr Tierschutz“ (Einstiegsstufe) gekennzeichnet ist. Darüber hinaus tragen seit 2015 auch alle Privathof-Produkte das Siegel „Ohne Gentechnik“ des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG). Die wichtigsten Kriterien des Privathof-Konzeptes sind eine langsamer wachsende Rasse, eine längere Aufzuchtdauer der Hähnchen, eine geringere Besatzdichte und der Auslauf in einem überdachten Wintergarten. Strohballen, Picksteine und Sitzstangen im Stall geben den Tieren die Möglichkeit, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben.

Unter www.wiesenhof-privathof.de haben wir umfangreiche Informationen zu den Kriterien, zu den Privathof-Landwirten und den Höfen zusammengestellt.

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