Statement der PHW-Gruppe zum Thema Werkverträge

25.06.2013.

Das ARD-Format „Die Story im Ersten“ beschäftige sich gestern mit der Thematik der „Werkverträge“. Unser Unternehmen sieht die Auswüchse und die geschilderten Fälle, die offenbar die gesamte Fleischbranche und auch weitere Branchen betreffen, mit Sorge und hat Verständnis für die geäußerte Kritik. Aus diesem Grund befindet sich die PHW-Gruppe seit Monaten in Gesprächen mit der Politik und setzt sich auf dieser Ebene auch für die Einführung eines bundesweiten Mindestlohns ein:

http://www.ml.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1810&article_id=114839&_psmand=7

Für die Mitarbeiter der PHW-Gruppe haben wir schon vor längerer Zeit einen unabhängigen Ombudsmann als neutrale Anlaufstelle installiert. Wir prüfen jetzt die Möglichkeit, ob wir auch eine neutrale Anlaufstelle für Werksvertragsbeschäftigte einrichten können, an welche auch anonym heran getreten werden kann. Wir laden Herrn Sandmann, Herrn Kossen und die NGG ein, unsere Vorschläge zur Verbesserung der Situation bei den Werksvertragsbeschäftigten zu diskutieren. Das gemeinsame Ziel muss es sein, menschenunwürdige Zustände unverzüglich abzustellen.

Ganz grundsätzlich möchten wir betonen, dass die Werkvertragsunternehmen sich in allen mit der PHW-Gruppe geschlossenen Verträgen verpflichten, dafür Sorge zu tragen, dass die Mitarbeiter ordnungsgemäß untergebracht werden. Die PHW-Gruppe behält sich in den Verträgen das Recht vor, die Unterkünfte unangekündigt durch unabhängige Dritte überprüfen zu lassen. Sollten Missstände auftreten, wirken wir darauf hin, dass diese unverzüglich beseitigt werden.

Ausdrücklich feststellen möchten wir, dass weder stille noch offene Beteiligungen eines Unternehmens der PHW-Gruppe an Werksvertragsunternehmen bestehen.

Die PHW-Gruppe übernimmt große Verantwortung für ihre Mitarbeiter. Der weitaus überwiegende Teil unserer Beschäftigten ist bei uns fest angestellt. In den letzten zwölf Jahren ist es uns gelungen, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen auf rund 5.800 Mitarbeiter zu verdoppeln. Alle Leiharbeiter werden tarifgebunden bezahlt und es bestehen Lohn- und Manteltarifverträge beispielsweise mit der NGG. Wir werden uns in Gesprächen mit der Politik weiterhin dafür engagieren, dass sich die gesamte Politik für eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich des freien Zugangs von allen EU-Arbeitnehmern auf den deutschen Arbeitsmarkt einsetzt und der Einführung eines bundesweiten Mindestlohns dann nichts mehr entgegensteht.